Heute will ich mal wieder ein bisschen von der vergangenen Zeit aufarbeiten.
Nachdem meine Eltern wieder nach Deutschland zurückgeflogen sind habe ich mich mit Carolina auf die Suche nach einer geeigneten Wohnung in Viña gemacht. Nachdem wir mehrere Wohnungen angeschaut hatten und uns auch die Zeit im Nacken saß, entschieden wir uns für eine schöne Wohnung direkt gegenüber von einer Shoppingmall. 19 Stock, 75 m² mit Meerblick und Balkon, was will man mehr! Achja zwei Blocks vom Strand entfernt…. und ich soll hier studieren?!
Als nächstes sollte nun also der Umzug nach Viña anstehen und ich hatte meine Sachen auch in einer Stunde zusammengepackt und zum Umzug bereit gestellt.
Carolina und Amanda hingegen waren da nicht ganz so schnell mit ihren ganzen Möbeln und Sachen und so packten wir über einen ganzen Tag irgendwelche Sachen in Pappkartons.
Am nächsten Morgen hatten wir uns einen LKW bestellt der unsere Sachen von Santiago nach Viña bringen sollte. 11Uhr war abgemacht und um 11Uhr war natürlich noch weit und breit kein LKW in Sicht… sind ja in Chile! Gut, wir erkundigten uns bei der Spedition und die meinten direkt das es wohl ein Problem mit dem LKW gäbe, da er seine Ladung wohl noch nicht abliefern kann, er aber sofort danach kommen würde.
Also nutzten wir die freie Zeit um noch etwas im Internet zu surfen, zum Mittagessen und noch zum Einkauf einer neuen Pfanne und eines Küchenmessers.
Die Zeit verging und etliche Anrufe später stand auf einmal ein LKW um 17Uhr vor unserer Tür. Allerdings war dies nicht wie bestellt ein geschlossener in den wir all unsere Sachen einfach rein pricken hätten können, sondern ein LKW mit einer astreinen geraden Ladefläche ohne jegliche Kanten wo man irgendetwas hätte ran stellen können.
Zuerst hatten wir das für einen Witz gehalten und haben noch nach einem anderen LKW Ausschau gehalten…Fehlanzeige!
Als dann der Fahrer des LKWs ankam war es also amtlich, ja das ist unser LKW und nach ein paar Telefonaten, ob nicht vllt doch ein anderer LKW verfügbar sei, machten wir uns auf zur Wohnung um die Sachen zu holen.
Da es schon so einige Sachen waren, rief der Fahrer direkt einmal ein paar Freunde an, die in der Umgebung waren, und 5 Minuten später hatten wir fünf weitere Leute zum Kisten schleppen vor der Hütte stehen.
Ich muss sagen, ich hatte am Anfang mal überhaupt kein Vertrauen in die LKW-Nummer, aber als alles auf dem Wagen war und mit einer echt beeindruckenden Netzwebtechnik aus nur einem Seil, alles verzurrt und verknotet war, konnte die Fahrt nach Viña um halb 8 Uhr abends starten.
Um halb 10 in Viña angekommen hieß es erst einmal Sachen abladen und in die Wohnung bringen und das dauerte so seine Zeit. Um halb 12 hatten wir dann endlich alles in unserer neuen Wohnung und der LKW fuhr wieder zurück nach Santiago und wir beschäftigten uns erst einmal mit der groben Möbelrückgeschichte.
Um 2 Uhr Nachts fielen wir nur noch ins Bett und ich hatte ja meinen letzten Arbeitstag im Ministerium am nächsten Tag.
Um 6 Uhr hieß es dann schweren Herzens wieder aufstehen, fertig machen und ab in den Bus nach Santiago. Da die Busse aber nicht so wollten wie ich, war ich leider erst um halb 10 im Büro und nicht wir normal um 8 Uhr. Normalerweise nicht wirklich schlimm, jedoch hatte meine Abteilung für mich ein Überraschungsfrühstück organisiert und alle waren da, nur ich nicht. Hmpf… toll gelaufen!
Leider konnten nicht alle so lange auf den verspäteten Uwe warten und als ich ankam konnte ich nur noch mit der Hälfte frühstücken und dabei hatte ich auch noch Kuchen mitgebracht.
Aber auch wenn die Überraschung nicht ganz geglückt war, habe ich mich super darüber gefreut!
So viel Zeit blieb dann aber auch schon gar nicht mehr, da an dem Tag auch schon Andy um 13 Uhr in Santiago ankam. Also checkte ich noch einmal die Flugdaten, erfragte mir schon einmal eine Fahrt zum Terminal und einen Besucherausweis für Andy und kurz danach ging es zum Terminal.
Fortsetzung folgt…
