Meine Eltern haben mich die letzten beiden Wochen hier in Chile besucht um mit mir den Süden Chiles zu bereisen. Es hieß alles Sehenswerte zwischen Púcon und Castro mitzunehmen.
Aber zuerst war die Hauptstadt Chiles dran und so wurde gar nicht lange erst verschnauft, ich war ja auch fit, und als meine Eltern ihre Sachen in meiner Wohnung verstaut hatten fuhren wir erst einmal auf den San Cristobal um einmal die Hauptstadt zu überblicken. Anschließend ging es zum Haus von Pablo Neruda in Stgo. und diesmal war der Führer auch wesentlich besser als beim letzten Mal und so konnte ich auch noch sehr viele interessante Dinge beim zweiten Besuch erfahren.
Am nächsten Tag machten wir die Santiago Walking Tour bei nicht weniger als 35 Grad und wir waren alle ganz schön am zerfließen. Nachdem wir uns alle einen leichten Sonnenbrand geholt hatten, trafen wir uns abends mit Carolina, damit meine Eltern auch nun endlich mal meine Freundin persönlich kennenlernen konnten.
Nach einem schönen Abendessen ging es nur fuer ein paar Stündchen ins Bett, da am nächsten Morgen um 8 Uhr schon unser Flieger nach Puerto Montt startete.
Nach riesigen Buchungsproblemen, da die Airline mal wieder Baverdick statt Bauerdick im System stehen hatte, konnte die Airline das Unmögliche doch Möglich machen und wir konnten unter falschem Namen nach Puerto Montt fliegen. Der Flug war allerdings ein Fest da es kein Direktflug war sondern eher wie eine Busfahrt und bei jeder größeren Stadt in den Süden wurde zwischengelandet und ein paar Leute stiegen aus und ein paar auch wieder ein. Nach einer Spitzenlandung in Concepción bei der echtes Absturzfeeling aufkam als der Pilot bei nur noch 200m über dem Boden eine 180° Kurve bei vollem Schub flog und bei noch nicht ganz gerader Fluglage schon aufsetzte, kamen wir irgendwann in Puerto Montt an. Glück gehabt! Naja…irgendwie nicht…als nächstes hieß es Auto abholen, war ja reserviert. Gut, die Reservierung gab’s auch und das Auto stand auch schon geparkt auf dem Hof, allerdings funktionierte natürlich genau in diesem Moment meine Kreditkarte nicht. Bingo! Natürlich hatten meine Eltern ihre in Santiago gelassen, weil ich schon immer gesagt hatte: Ihr könnt die hier lassen, ich hab ja meine. Die funktioniert immer!…… nachdem uns wieder vor Augen geführt wurde wie unkooperativ manche Leute hier sein können, hieß es erst einmal: Tja, da können wir nichts machen wir brauchen einen Kreditkarte. Zum Glück gab es aber einen „Held“ der direkt nebenan saß und sich in unser Gespräch einmischte. Er würde uns ein Auto geben, wenn wir die Garantie in Bar hinterlegen würden. Ja das war ja mal ein Deal jedoch bekamen wir leider nicht unseren reservierten Pickup mit Allrad, sondern eine ziemlich überteuerten, verransten, total beschädigten Mitsubishi mit Sprung in der Windschutzscheibe. „Naja, besser als zu Fuß!“, dachten wir uns und nahmen das Teil. Nachdem unsere Reise schon so gut angefangen hatte dachte wir es könnte nicht mehr schlimmer kommen, doch dann kamen wir in Puerto Montt an…HA!..Boah ist das scheisse da! Die Stadt ist total dreckig mit Autos überfüllt und es gibt wirklich nichts, ich wiederhole, nichts Positives zu erzählen. Die einzige Sehenswürdigkeit, eine Kirche, hatte natürlich auch noch geschlossen. Also war das erste Ziel: Wo ist die Autobahn raus hier? 30 Kilometer nördlich entlang der Panamericana liegt das Städtchen Puerto Varas welches von Deutschen Pionieren im 18 Jahrhundert gegründet wurde und so geschockt wie wir waren lagen unsere Erwartungen nicht mehr besonders hoch. Als wir jedoch in Puerto Varas ankamen, tat sich ein wirklich hübsches Städtchen auf und zum Glück war hier auch unser Hotel! Da es mittlerweile schon spät war holten wir uns nur noch ein Reiseheftchen und aßen unser erstes Steak. Man war das lecker!
Am nächsten Tag besichtigten wir die Stadt und schauten uns die ganzen alten Häuser an. Nachmittags fuhren wir noch nach Fruitillar, welches auch am Lago Llanquihue liegt und auch sehr auf Deutsch getrimmt ist. Man kam sich zeitweise vor als wäre man im Schwarzwald, da auch die Schilder alle hier auf Deutsch geschrieben sind. Der Eindruck ist allerdings vorbei wenn man die ganzen Leute spanisch sprechen hört!
Fortsetzung folgt…

















Februar 28, 2010 um 7:32 pm |
Hallo Uwe,
Ich hoffe du bist mit deinen Eltern wieder aus dem Süden raus,bevor das Erdbeben Chile erwischte. Im Fernsehen sieht es ja wirklich übel aus.
Ich hoffe es geht Euch gut.
Bis bald
Heinz
März 4, 2010 um 1:53 pm |
Junge, Junge… was für ein Einstieg in eine Reise. Sorry, das hätte ich dir wirklich schreiben sollen, dass Puerto Montt keinen Ausflug wert ist, sondern nur ein Verbindungshub zum weiter reisen ist. Habt ihr ja Gott sei Dank gemacht. Der Lake District ist echt schön, da habt ihr euch eine tolle Ecke ausgesucht und Puerto Varas fand ich auch sehr einladend. Dort haben dann auch endlich alle meine Outdoor Wünsche geklappt. Ich hoffe ihr hattet einen schönen Trip.
Gruß