Nun hock ich hier wieder bei der Arbeit und habe nun wieder genug Zeit
eine etwas ausführlicheren Beitrag zu schreiben.
Meine Tastatur spinnt allerdings wieder einmal und es funktionieren nicht alle Tasten richtig und deshalb hab ich gerade erst einmal darauf rumgehaun da irgendwo ein Wacker schlummert und wurde stets von meinem Kollegen kritisch beäugt.
Also zu meinem Wochenende.
Am Donnerstag bin ich mit Jutta zum Jumbo gefahren um die Weihnachtseinkäufe für unser Barbecue zu tätigen. Jumbo ist hier eine Supermarktkette, wohl von mit einer deutschen Leitung, da es hier jede Menge Sachen aus Deutschland gibt und man sich wieder direkt heimisch fühlt. (Nur Quark gibts keinen!!)
Nachdem wir uns geschlagene 90 Minuten durch die Gänge gewuselt hatten ging es Richtung Kasse.
Eins möchte ich hier an dieser Stelle noch erzählen weil es einfach immer wieder geil ist. Die Chilenen haben eine Ruhe beim einkaufen die einfach nur bemerkenswert ist! Es gibt zwei Phänomene hier immer wieder im Supermarkt zu beobachten. Das erste sind die Leute die einfach nur wegen des Einkaufens einkaufen gehen. Diese gehen in den Supermarkt, da es auch Treffpunkt mit Freunden und Bekannten ist, und packen sich den Einkaufswagen randvoll und präsentieren allen anderen was sie sich nicht alles leisten können. Da aber viele Chilenen nicht mit Geld umgehen können und zum Monatsende kein Geld mehr haben, schieben sie den Einkaufswagen irgendwo randvoll gepackt hin und gehen ohne etwas zu kaufen wieder nach Hause. Die Supermärkte haben deswegen, da es schon fast ein Volkssport geworden ist, extra Angestellte die nichts anderes machen wie die vollen und alleingelassenen Einkaufswagen wieder auszuräumen und alles wieder in die Regale zu stellen. Und so kann man dann beobachten wie die Angestellten alle Einkaufswagen zusammenrollen und dann alle Sachen nach Warengruppen wieder auseinander klamüsern. Geil!
Desweiteren gibt es eine andere Gruppe von Leuten, die zwar noch Geld haben, allerdings kein Gespür dafür haben wie hoch der Wert von den Sachen ungefähr ist, die sie in ihrem Einkaufswagen haben. Und so rollen sie mit ihrem Wagen zur Kasse, legen erst mal alles aufs Band und warten erst einmal den Preis ab. Am Ende stellen sie fest, ups so viel Geld hab ich ja gar nicht und es wird ganz in Ruhe eine Prioritätsliste erstellt und dann gehts los! Dann wird mit der Kassiererin diskutiert wie teuer die einzelnen Sachen sind und dann rockt der Storno aber mal so richtig! Dann wird was storniert, ach nein das müsste ich eigentlich doch haben, aber dies hier ist nicht um bedingt so wichtig. Das kann sich dann schon einmal 5 bis 10 Minuten ziehen dieses Spielchen bis eine Übereinkunft zwischen Geld im Portemonnaie und Waren im Einkaufswagen gefunden ist.
Die Schlange von den wartenden Leuten dahinter bleibt allerdings ganz cool und niemand regt sich auf! Ich schwanke dann zwar so manch einmal zwischen platzen und Lachkrampf aber der Rest der Leute guckt Löcher in die Luft oder es werden nochmal die Angebote gecheckt.
Nun aber wieder zurück! Also wir haben uns nicht lumpen lassen und unser Gespür für das benötigte Essen war nicht im ausreichendem Maß vorhanden und so hatte wir erst einmal viel zu viel eingekauft wie wir am Abend festgestellt haben.
Vom Supermarkt gings dann mit dem Taxi und unseren tausend Einkaufstüten wieder zurück zur meiner Wohnung. Am Nachmittag kamen dann auch noch Elena und Nadin und wir bereiteten das Barbecue vor. Ich machte mir eine geschlagene Stunde einen Mordsspass damit ganz kleine Zitronen auszupressen, die wir für unseren Pisco Sour benötigten um den Saft anschließend ganz gekonnt auf dem Küchenboden zu verteilen. Na toll!
Carolina und Amanda kamen auch etwas später und wir bereiteten alles auf der Dachterrasse vor.
Der Abend war super und das Wetter mal wieder ein Traum! Am späten Abend gabs dann noch eine Fotosession von den letzten Wochen von Jutta, Elena und Nadin. Super Bilder!
Am nächsten Tag flog Jutta schon wieder weiter nach Puerto Mont um von dort aus ihren nächsten Trip zu starten. Da meine Erkältung mich aber etwas im Griff hatte machte ich mir erstmal einen gechillten ersten Weihnachtstag mit Paracetamol!
Am Tag darauf gings aber schon wieder besser und wir fuhren mit Elena und Nadin aufs Land zum Haus von Carolinas Vater. Dort angekommen wurden wir erst einmal von der Familie begrüßt und der Grill wurde direkt mal hochgefahren.
Nachdem alle gut gesättigt waren wurd das Familienfußballspiel angepfiffen. Nachdem alle total kaputt waren und nur noch nach Luft am keuchen waren gings es wieder auf die Verander und man widmete sich wieder dem Wein und dem Whiskey.
Am nächsten Tag ging es in ein kleines Dorf nicht weit von dem Haus entfernt und dort gibt es so ziemlich alles aus Keramik und Ton zu kaufen was mich so vorstellen kann. Ich kaufte mir eine Zitronenpresse, damit ich das nächste Mal bei der Pisco Sour Zubereitung nicht ganz so viel Zeit zum Zitronenpressen einkalkulieren muss und nach einem Mittagessen mit mehreren Kilo Fleisch ging es wieder zurück zum Haus des Vaters.
Der Vater baut auf einem Stück des Grundstücks Pfirsiche an und so gab er uns noch eine Kiste voll Pfirsichen mit auf die Reise. Super lecker übrigens!
Etwas spät und total müde sind wir dann wieder in Stgo angekommen.
Ja dies war mal ein komplett anderes Weihnachten als sonst, jedoch auch sehr schön und lustig!


































Dezember 30, 2009 um 11:23 pm |
Hallo Uwe,
das ist ja eine Lebenserfahrung nach der anderen. Liest sich alles richtig spannend. Du scheinst ja eine richtige Truppe um Dich versammelt zu haben. Es freut mich, das es dir so gut geht. Ich wünsche Dir,deiner Freudin und allen Freunden einen süffigen Rutsch ins neue Jahr! (Habe ich bei dir aber auch keine Angst). Ich fliege morgen 31.12.2009 mit Wilma nach Thailand, so das unser Eintritt ins Jahr 2010 sehr unterschiedlich sein wird. Auch schöne Grüsse von Wilma!
Wenn du irgendwie Hilfe brauchst melde Dich.
Alles Gute Heinz
ia orana i te matahiti api